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Geschichte des spargels

Die ursprüngliche Heimat des Spargels ist Vorderasien. Das Gemüse war bereits den Griechen und Römern bekannt, wobei die Römern Spargel als Delikatesse kannten, die Griechen hingegen schrieben der Pflanze eine medizinische Bedeutung zu.

Nach Ende des Römischen Reiches gibt es wenig Aufzeichnungen über die Entwicklung und Verwendung des Spargels, die Pflanze dürfte aber in erster Linie als Heilpflanze und nicht als Nahrungsmittel verwendet worden sein.

Bis heute sind die medizinischen Aspekte des Spargels, „Asparagus officinalis L.“ unumstritten: schon früh erkannte man seine blutreinigende Wirkung und setzte die Pflanze

als wirksames Mittel gegen Verstopfung und Nierensteine eingesetzt. Vor allem ist Spargel aber für seine entwässernde Wirkung bekannt.

Entwicklung des Spargels in Österreich und im Marchfeld

Im Lauf des 16. Jahrhunderts wurde der Spargel vor allem in Frankreich, Italien, Groß-Britannien, den Niederlanden, Deutschland und Österreich als Delikatesse wieder entdeckt – die allerdings nur der obersten Schicht der Gesellschaft vorenthalten war.

Mit den Habsburgern wurde Wien zur Haupt & Residenzstadt. Die Hofhaltung in Wien förderte mit ihren vielfachen Bedürfnissen die Spezialisierung in der Landwirtschaft: viele Bauern siedelten sich rund um Wien an, um leicht verderblicher Ware wie Obst, Gemüse & Milchprodukte möglichst rasch ans Ziel bringen zu können. So konnten sie - nicht nur – den kaiserlichen Hof möglichst rasch mit frischen Produkten versorgen.

Ab der Mitte des 19. Jahrhunderts gewann der Anbau von Spargel in der österreichischen Landwirtschaft immer mehr an Bedeutung, nicht zuletzt durch die Entwicklung unterschiedlicher Anbau – Methoden - und das Gemüse wurde auch in bürgerlichen Kreisen immer gefragter.

Bis zum Ende der Monarchie gab es in Österreich ca. 2000 Hektar Spargelanbaufläche, wobei der Großteil auf Niederösterreich und im Besonderen auf das Marcheld ausfällt.

Mit Ende des 2. Weltkriegs verlor Spargel immer mehr an Bedeutung: die Anbauflächen hatten sich stark reduziert - und die Bauern standen lange vor dem Problem, dass die Konsumenten mit dem Gemüse nicht mehr vertraut waren: man konnte sich Spargel entweder nicht leisten oder nicht richtig verwerten, und Ab Hof Verkauf war aufgrund der geringen Mobilität der Bürger bedeutungslos.

Bund der Marchfelder Spargelbauern

Ab Mitte der 70er Jahre schlossen sich die Bauern im Marchfeld zusammen, den Spargel wieder für den Verkauf zu kultivieren. Mit der Zeit fand das Gemüse wieder Absatz, die Produktion wurde verbessert und der Spargel in Klassen sortiert und so verkauft.

Die Gründung des Bundes der Marchfelder Spargelbauern 1986 verbesserte den professionellen Verkauf des Spargels an Endkonsumenten und die Gastronomie.

Trotz wieder vergrößerter Spargelanbauflächen und Ausweitung der Produktion wird noch immer Spargel nach Österreich importiert, vor allem aus Frankreich, Spanien, Griechenland und den Niederlanden.


Geschichte

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Spargel war bereits bei den Römern als Delikatesse bekannt.

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Zur Zeit der Monarchie wurde Spargelanbau spezialisiert & gefördert

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Ein Großteil der Spargel-Anbauflächen ...

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... entfällt damals wie heute auf das Marchfeld.

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Bund der Marchfelder Spargelbauern